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Gedanken eine Fotolaborbetreibers über 5-Cent-Fotos
von fotospeed, geschrieben am 28.02.2008 22:45:
Das sind dann in der Summe 0,05-0,055 € netto pro Bild.
Wenn Sie billigstes Papier, billigste Chemie und billigste (=schlechte) Geräte verwenden, kostet ein Foto immer noch auf 0,035 € netto pro Stück in der Produktion.

Dazu kommen aber noch viele andere Kosten wie z.B.:
# Personalkosten
# Miete
# Heizung
# Versicherungen
# Gewerbesteuer
# Buchhaltung
# EDV
# Serververwaltung/Programmierung
# Wartung/Ersatzteile

Wenn Sie also nun ein Foto billigster Qualität für 0,05 € (brutto) pro Stück kaufen, dann bleibt dem Fotolabor maximal 0,01 € pro Foto um diese Zusatzkosten abzudecken.

Wohlgemerkt, wir reden hier immer noch von den Produktionskosten - nicht von einem möglichen Gewinn!

Nun fragen Sie sich sicher, wovon leben dann die Fotolabore die Fotos für 0,05 € verkaufen?
Die Frage ist ganz einfach beantwortet: Der Gewinn ergibt sich nur durch die Versandkosten (daher haben manche Fotolabor auch die Bestellmenge zahlenmäßig limitiert, damit die Porto- und Verpackungskosten kosten nicht zu hoch werden.

Und nun lese ich, dass sich dutzende verärgerter Kunden über diese Fotolabore beschweren; schlechte Bildqualität, die Service-Hotline ist nicht besetzt, Emails werden nicht beantwortet etc.
Auch hier gibt es wieder eine ganz einfache Erklärung dafür: jedes Email das beantwortet wird und jeder Telefonhörer der abgenommen wird, kostet mehr Geld als der Auftrag an „Gewinn“ bringt.
Ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht die Aufregung dieser Kunden. Sie haben doch genau das bekommen was sie bestellt haben. Das billigste Produkt.

Ulrich Schnarr, Inhaber der Firma www.fotospeed.ch